Kellerdecken

__isofloc-gebaeudedaemmung-schema-2Nicht zuletzt entweichen ca. 8 % der Wärme durch den Fußboden in den ungeheizten Keller, was zu unangenehm kalten Füßen führt. Abhilfe schafft die Befüllung vorhandener Hohlschichten (preußische Kappendecke, Ziegeldecke mit Balkenlage oder Hobeldiele/Parkett) mit Einblasdämmstoffen. Ebenso verfahren wir mit Holzbalkendecken, die von unten verputzt sind.

Wo kein Hohlraum vorhanden ist, kann nach Klärung der Randbedingungen (Raumhöhe, Versorgungsleitungen unter der Decke usw.) eine Reduzierung der Energieverluste mit Plattenwerkstoffen (geklebt/ gedübelt) vorgenommen werden. Eine andere Technik ist das Sprühverfahren: Hierbei werden die Dämmflocken leicht befeuchtet, um die Bindekräfte der Zelluloseflocken zu aktivieren. So lassen sich auch gewölbte Kellerdecken beschichten.

Die eventuelle Umnutzung eines Vorratskellers ohne Beheizung in einen Arbeits- oder gar Wohnraum ist “dämmungstechnisch” außerordentlich kompliziert und muss wohl überlegt werden. Zu bedenken ist dabei, dass das umgebende Erdreich und die Sohle ganzjährig ca. 8 Grad Celsius aufweisen. Die Räume im Keller sind daher im Sommer kälter als die Raumtemperaturen was z.B. zu Kondensat führt. Die Feuchtigkeit im Sockelmauerwerk lässt zudem Salzkristalle im Mörtel wachsen und sprengt den Putz (Foto Ausblühungen). Eine Fingerprobe auf der Zunge klärt schnell, ob es sich um Salz oder Schimmel handelt.

Man sollte deshalb prüfen, ob man den Keller wirklich als zusätzlichen Wohnraum nutzen will, denn man muss in diesem Falle viel Geld für aufwändige Drainagen von außen und Dämmmaßnahmen von innen aufwenden. Nutze man den Keller gemäß seiner ursprünglichen Funktion (etwa als Vorratsraum) reicht es meist, wenn „Opferputz“ aufbringt , der zur Entfeuchtung beiträgt.